Die Geschichte

Gebrüder Windbergs – Die Geschichte hinter dem Wein

Wir, die Gebrüder Windbergs, sind Simon, Lukas und Jonas – drei Brüder aus Hinsbeck am Niederrhein, deren Begeisterung für Wein schon in jungen Jahren ihren Anfang nahm. Geprägt wurden wir besonders durch eine generationsübergreifende Freundschaft zu einer Winzerfamilie aus Graach an der Mosel, wo unsere Großmutter ihre Liebe zum Wein weitergab. Die Idee, selbst einen Weinberg in unserer Heimat zu gründen, entstand ursprünglich aus einem Gespräch zwischen Jonas, Matthias Baaken und Simon und wurde zuerst unter dem Namen „Zweieinhalb Brüder“ bekannt.

Von Anfang an stand für uns fest: Unser Weinberg soll mehr sein als nur ein landwirtschaftliches Projekt. Wir möchten einen Ort schaffen, der Nachhaltigkeit, Handarbeit und Gemeinschaft verbindet und unseren persönlichen Charakter trägt. 2022 war es dann soweit – wir setzten die ersten Reben und legten damit den Grundstein für unser eigenes Stück Weinbaukultur in Hinsbeck. Inzwischen ist aus unserer anfänglichen Idee ein lebendiges Familien- und Freundschaftsprojekt geworden, das von viel Herzblut, Zeit und gegenseitiger Unterstützung getragen wird.

Unser Weinberg – Nachhaltigkeit und Vielfalt

Unser Weinberg liegt auf einer sanft abfallenden Fläche in Hinsbeck, die durch ihre sonnige Lage und den fruchtbaren Boden ideale Voraussetzungen für gesunde, aromatische Trauben bietet. Der Weg dorthin war nicht selbstverständlich: Um überhaupt Reben setzen zu dürfen, mussten wir zuerst die nötigen Rebpflanzrechte beantragen und genehmigen lassen. Die Entscheidung für pilzwiderstandsfähige Sorten, sogenannte PIWIs, fiel uns ganz bewusst. Sie ermöglichen einen umweltschonenden Weinbau, da sie weniger Spritzmittel benötigen und gleichzeitig widerstandsfähig gegen Krankheiten wie Mehltau sind – für uns ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Anbau.

Nach zahlreichen abendlichen Verkostungen und angeregten Diskussionen entschieden wir uns schließlich für drei charakterstarke Sorten: Souvignier Gris, eine rotschalige Weißweinrebe mit elegantem Aromenspiel von Birne, Honigmelone und Zitrus; Riesel, eine moderne PIWI-Variante des Rieslings, frisch, mineralisch und lebendig; sowie Satin Noir, eine tiefdunkle Rotweinrebe mit Aromen von schwarzer Johannisbeere, Brombeere und feinen Kräuternoten. Jede Sorte bringt ihre eigene Persönlichkeit in unseren Weinberg und sorgt für Abwechslung und Vielfalt im Glas.

Handarbeit, Tradition und Gemeinschaft

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht immer die persönliche Verbindung zum Weinberg. Jede Phase im Jahreslauf bringt neue Aufgaben mit sich: Im Frühjahr beginnen wir mit dem Rebschnitt und der Pflege des Bodens, im Frühsommer folgen das Ausbrechen der Triebe und die Laubarbeiten, im Sommer die Ertragsregulierung, um die Qualität der Trauben zu fördern. Im Herbst ist die Lese ein echtes Gemeinschaftserlebnis, bei dem Freunde und Familie mithelfen und jeder einzelne Handgriff zählt. Die Wintermonate stehen ganz im Zeichen der Planung und Vorbereitung für die kommende Saison – und natürlich der Vorfreude auf den nächsten Jahrgang.

Was unser Projekt besonders macht, ist das starke Miteinander. Unsere Familie, Freunde und viele Unterstützerinnen und Unterstützer sind von Anfang an dabei. Ohne diese Gemeinschaft, die bei jedem Arbeitsschritt mit anpackt, wäre der Weinberg nicht das, was er heute ist. Ein fester Bestandteil im Jahreskalender ist unser Federweißenfest am 3. Oktober, das wir am Kohlenhof in Wevelinghoven feiern. Hier treffen sich Weinpaten, Familie, Freunde und Gäste, um gemeinsam frischen Federweißen, Musik und gute Gespräche zu genießen – ein Fest der Begegnung und Tradition, das uns jedes Jahr aufs Neue motiviert.

Mit unserem Weinberg möchten wir zeigen, dass moderner, nachhaltiger Weinbau auch im Kleinen und abseits klassischer Regionen möglich ist – mit Leidenschaft, echter Handarbeit und einer starken Gemeinschaft. Wir freuen uns darauf, diese Geschichte mit jedem Glas weiterzuschreiben.